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Malta und Gozo im Januar – Winter Teil 4

Dies ist die Fortsetzung von Teil 3.

Weiter geht die Reise in den Südosten von Malta.

Am besten den Sonntag für die Tour einplanen, denn dann kann man auch den großen Sonntagsmarkt in Marsaxlokk besuchen.

Tarxien oder Hal Tarxien, ein kleines Dorf im südöstlichen Teil Maltas, ist bekannt für seine megalithische Tempelanlage. Die Anlage soll zwischen 3250 – 2500 vor Christus entstanden sein und gehört zum Unesco Weltkulturerbe.

Adresse Tempel von Tarxien auf Malta: Triq It Tempji Neolitici, Ħal Tarxien TXN 1063, Malta  Eintrittspreis 6€/Person  (2018).

Die Adresse ist am besten mit dem Navi zu finden, da der Weg nicht sehr gut ausgeschildert ist.

Die Tempelanlage ist mit einem riesigen Kuppeldach zum Schutz überspannt.

In der Nähe im Ort Paola  kann man auch das Hypogeum von Hal Saflieni besuchen, eine 3 stöckige unterirdische Anlage, die auch zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Vorher unbedingt buchen, da nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern eingelassen wird ca. 80 Personen am Tag. Online zu buchen unter Heritage Malta.
Marsaxlokk ist ein kleines Fischerdorf an der Südostküste Maltas – sehr idyllisch gelegen. Der Ort ist bekannt für seine bunten Fischerboote, auch Luzzu genannt, und seinen großen Sonntagsmarkt.
Die Boote sind am Bug mit Augen verziert, diese sollen die Fischer vor Gefahren schützen.
Natürlich ist dieser Markt sehr gut besucht. Trotzdem nicht abschrecken lassen, das Örtchen ist einen Besuch wert.

Entlang der Uferpromenade reiht sich Marktstand an Marktstand. Auf dem Markt kann man neben Fisch alles kaufen, was man benötigt, wie zum Beispiel Lebensmittel, Kleidung, Bücher, elektronischer Zubehör aber auch Souvenirs und typisch maltesische Nahrungsmittel, wie Honig und Süßigkeiten.

Leider gibt es auch auf dem Markt lebende Grünfinken zu kaufen, obwohl die Jagd auf Vögel verboten sein soll. Das finde ich sehr traurig.
Wer gerne frischen Fisch ißt, kann in eines der vielen Fischrestaurants einkehren.
Blaue Grotte (Blue Grotto) ist eine Höhle ganz in der Nähe. Diese kann man nur mit dem Boot vom Meer aus erreichen, wenn es nicht stürmisch ist.
Man kann bis zum Dorf Zurrieq fahren, dort parken und zum Ausgangspunkt der Bootstour, die Bucht Wie iz Zurrieq , ca. 2km laufen. Leider war es uns nicht möglich eine Tour zu buchen, da es an diesem Tag das Meer zu stürmisch war.
Von der oberen Steilküste aus hat man einen tollen Blick auf die Blaue Grotte.
Zwei weitere viel besuchte Tempelanlagen sind Hagar Qim und Majindra (Weltkulturerbe). Sie sind ca. 3600 – 2500 vor Chr. entstanden. Von diesen Anlagen soll das berühmte Fundstück, die Venus von Malta, stammen. Das Fundstück kann man im Archäologischen Museum in Valletta besichtigen.
Die beiden Tempelanlagen liegen ca. 300 Meter durch einen Fußweg voneinander entfernt.
Auch diese beiden Anlagen wurden mit einem Kuppeldach zum Schutz vor Witterungseinflüssen überspannt.
Der Eintritt für die beiden Tempelanlagen betrug 10€/Person (2018).
Von den Tempeln aus hat man eine tolle Aussicht auf die Steilküste und das Meer.
Man findet in der Anlage einen riesigen Monolith ca. 20 Tonnen schwer. Ich finde es schon sehr beeindruckend, was die Menschen vor so vielen Tausend Jahren ohne Maschinen zustande gebracht haben.
Die Tempelanlagen sind über 1000 Jahre älter als die ägyptischen Pyramiden.
Im Besucherzentrum kann man sich einen 7 Minuten langen 3 D Film ansehen, der die Entstehung der Tempel zeigt. Den Film sollte man sich nicht entgehen lassen, er ist wirklich sehr aufschlussreich.
Parkplätze sind genügend vorhanden.

 

Einen Abstecher zu den Dingli Cliff sollte nicht fehlen. Dort fallen die Klippen steil abwärts und man kann dort eine schöne Klippenwanderung unternehmen und dabei den Ausblick auf das Meer genießen.

Weiter geht die Reise nach Mdina, Maltas ehemaliger Hauptstadt. Darüber berichte ich aber im nächsten Teil meiner Reise.

Susanne

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